Wer viel macht, steht auch oft in der Presse –
wer viel wagt, hat auch viele Kritiker.
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Der Landtagswahlkampf geht in seine heiße Phase. Im Wahlkreis Pirna / Heidenau sind die beiden Landtagsabgeordneten André Hahn (PDS) und Helmut Gregert (CDU) die härtesten Konkurrenten.
PDS-Wahlkämpfer Hahn hat jetzt die Aktionen seines CDU-Kontrahenten Gregert genauer unter die Lupe genommen und seine Gedanken mal genau aufgelistet. „Zum dritten Mal in diesem Jahr hat es Helmut Gregert mit einer spektakulären Aktion geschafft, auf sich aufmerksam zu machen“, resümiert Hahn fast neidisch. „Nachdem er zunächst mit gesponserten Bierfässern zu Volksfesten im Kreis tourte, um Wählerstimmen zu kaufen, und dann todesmutig die Elbe durchschwamm, hat er diesmal beim Richtfest eines Altstadt-Hauses in Pirna einen goldenen Nagel in das Dachgebälk geschlagen.“ Damit meint Hahn die Schössergasse 11. Die Firma GEVA, die ja immer schon ein großes Herz für CDU-Kandidaten hatte, ermöglichte ihm diesen Auftritt. Auch ein Landtagsabgeordneter braucht Abwechslung“, weiß Hahn aus eigener Erfahrung.
Und weiter: „Aber warum fällt mir nichts, aber auch gar nichts ein, mit dem Herrn Gregert in seiner eigentlichen Funktion, also politisch auf sich aufmerksam gemacht hätte. Wo war er, als es um den Erhalt der Kinderklinik in Pirna ging? Wo war seine Wortmeldung zum geplanten Verkauf des Senioren- und Pflegeheimes in Pirna? Wo ist sein Wiederstand gegen die unsozialen Pläne von Hartz IV, die mehr als 11.000 Menschen im Landkreis in die Armut stürzen werden?“, fragt Hahn.
„Überall Fehlanzeige! Im Landtag hat er brav allen Vorlagen von CDU und Staatsregierung zugestimmt, egal welche Belastungen für die Menschen darin enthalten waren. Mir stellt sich die Frage, ob sich Kollege Gregert nicht lieber bei der GEVA bewerben sollte als um ein Landtagsmandat“, so Hahn.