Unser Partner für Türkei-Immobilien

Alanya Tuerkei-Immobilien


Türkei-Immobilien finden Sie hier >>

GRÜNDERZEITZEUGEN Gartenstraße 18 und Rosa Luxemburg Straße 12 in Pirna

9

>>> Hier können Sie sich das Prospekt zu unserem neuen Bauvorhaben in Pirna anschauen!

(22 MB)

09.11.2004 | Sächsische Zeitung | Quartier 1

Stadt verkauft das Quartier 1

Gebäude-Ensemble an der Langen Straße nun doch komplett an die Pirnaer GEVA-Gruppe übergeben

Die Gerüchteküche war stets gut mit Nachschub versorgt. Erst hieß es: Die GEVA übernimmt das Quartier 1 an der Langen Straße. Dann: Die GEVA übernimmt es doch nicht... Endlich gibt es eine offizielle Stellungnahme.

Von Christian Eißner

 Der Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) hat beschlossen, die maroden Gemäuer zwischen Langer Straße, Töpfergasse und Niedere Burgstraße, das so genannte Quartier 1, an die GEVA Immobilien GmbH zu verkaufen.

„So ein Projekt will gut vorbereitet sein“, sagt Sven Vater. Gemeinsam mit Mike Gerbig leitet er die GEVA in Pirna, die jetzt das größte Einzelvorhaben der Pirnaer Altstadtsanierung in Angriff nehmen will. Die beiden sitzen in Gerbigs Büro an der Külzstraße, schlürfen Tee und machen einen sehr besonnenen Eindruck. Keine Jubelstimmung, keine riesigen Pläne vom neuen Quartier 1 an der Wand. Sie sagen Sätze wie: „Wir haben uns das schon sehr genau angeschaut“ und: „Alles Weitere wird sich aus der Planung ergeben.“

Die Zurückhaltung überrascht nicht. Es gibt noch viele offene Fragen rund ums Quartier 1. Die GEVA muss jetzt um Fördermittel verhandeln, sie braucht zudem Investoren. Es steht noch kein Termin für den Baubeginn fest, keiner weiß, wie lange die Sanierung dauern wird, selbst über das Nutzungskonzept muss noch entschieden werden.

Im Moment gibt es dafür zwei Varianten. Eine „große“: Es entsteht ein Seniorenstift für geschätzte 17 Millionen Euro Gesamtkosten. „Den Betreiber hätten wir schon“, sagt Vater, will allerdings nicht verraten, wer das sein könnte. Oder eine „kleine“ Variante: Der Komplex wird für Gewerbe- und Büroräume sowie Wohnungen hergerichtet. Das würde rund zwei Millionen Euro günstiger werden. Aber, schränkt Vater ein, diese Zahlen sind nur grobe Schätzungen. Schließlich weiß keiner, welche Überraschungen die bis zu 400 Jahre alten Gebäude (Lange Straße 30 bis 34, Töpfergasse 1 und Niedere Burgstraße 3) bereit halten.

Noch in diesem Jahr, soviel scheint zumindest fest zu stehen, will die GEVA die Kaufverhandlungen abschließen. „An uns soll´s nicht liegen“, sagt Sven Vater. „Aber wir brauchen auf jeden Fall Planungssicherheit.“ Laufe alles wie gewünscht, soll sich einem halben Jahr Planung eine etwa dreijährige Bauphase anschließen. Die ersten Mieter könnten also 2008 ins Quartier 1 einziehen. Mit dem Bau beginnen wolle man „lieber heute als morgen“, denn für das Quartier 1 gelte nach wie vor, dass jeder Tag, an dem nichts für die maroden Häuser getan wird, ihr letzter sein könnte.

Insgesamt nur drei Bewerber

Dass die GEVA jetzt doch im Quartier 1 aktiv werden möchte, obwohl sie als Bauträger schon einmal abgesprungen war, ist das Ergebnis einer bundesweiten Ausschreibung. Die WPG hatte die einzelnen Gebäude Stück für Stück von gescheiterten Investoren zurückgekauft und Ende August als Gesamtobjekt in Zeitungsannoncen angeboten – an Interessenten mit schlüssigem Sanierungs- und Nutzungskonzept.

„Es gab insgesamt drei Bewerbungen“, sagt WGP-Sprecher Sören Sander. Für das Konzept der GEVA habe man sich letztlich entschieden, weil es am überzeugendsten schien und weil die GEVA Erfahrung mit Sanierung von Altstadthäusern in Pirna habe. Die GEVA sei aber nicht bevorzugt behandelt worden. Dem Beschluss des WGP-Aufsichtsrates, dessen Vorsitzender Pirnas Oberbürgermeister Markus Ulbig (CDU) ist, haben die Stadtverwaltung sowie die Fraktionsvorsitzenden im Pirnaer Stadtrat zugestimmt.

«zurück

Zeitungen