Wer viel macht, steht auch oft in der Presse –
wer viel wagt, hat auch viele Kritiker.
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Quartier 1.
In den Bau der Tiefgarage an der Langenstraße sollen rund 1,7 Millionen Euro fließen. Dafür kommt Hightech in den Untergrund. Hartmut Landgraf Architekt Uwe Seidel ist um beeindruckende Vergleiche nicht verlegen: "Solche Tiefgaragen gibt es in Rom und Mailand, Das ist eine der intelligentesten Technologien, die derzeit auf dem Markt sind", sagt er. Seidel redet von der geplanten Tiefgaragen unter dem Pirnaer Quartier 1. Das spart Platz. In der Tat wollen Investoren, die GEVA Unternehmensgruppe, im Untergrund von Quartier 1 Hightech vom Feinsten einbauen: Eine Garage, in der sich ein Computer ums Einparken kümmern soll. Der Vorteil: Die Tiefgarage kann platzsparender gebaut werden, und der Betreiber kann die Stellflächen doppelt vermieten, weil der Computer Parkgewohnheiten der Anwohner registriert und daraus Freizeiten errechnet. Einem derartigen System der italienischen Firma Interpark haben die Bauherren kürzlich den Zuschlag erteilt. "Wir haben uns das in Italien angeschaut", erzählt Sven Vater, der als einer von zwei Geschäftführern an der GEVA-Unternehmensspitze steht. Auch in Spanien und Holland sei das System bereits vielfach im Einsatz. In dicht bebauten und parkplatzarmen Altstädten wie in Rom würden manchmal ganze Straßenzüge mit derartigen Hightech-Garagen unterkellert. Technisch soll das ganze soll funktionieren: Hinter einem harmonisch in die Fassadenarchitektur der Langen Straße integrierten Glas- und Holztor befindet sich eine absenkbare Scheibe, auf der das Auto abgestellt wird. Elektronisch wird das Fahrzeug zunächst vermessen und gewogen, Der Computer versichert durch Nachfragen, dass sich keine Person mehr darin befindet. Dann senkt sich die Scheibe samt Auto eine Etage nach unten. Ein ferngesteuerter Trolley fährt unter das Fahrzeug, hebt es vorsichtig an und bugsiert es auf einen Lift. Danach geht es weiter hierab in die Unterwelt. Auf einen der 72 Stellplätze irgendwo im sechs Etagen tiefen Bauch der Garage. "Es gibt Kammern von 1,60 bis 2,00 Metern Höhe", sagt Sven Vater. Auch ein Kleinbuch findet somit untertage ausreichend Platz. Und das alles geschieht in Windeseile. Auch retour. Kaum anderthalb Minuten soll es angeblich dauern, bis der Computer das Fahrzeug wieder ausfindet gemacht und zurück ans Tageslicht befördert hat. Ausgeliefert wird selbstverständlich akkurat in Fahrtrichtung. Doch damit nicht genug. Schon beim Rohbau der Garage will die GEVA auf eine raffinierte Technologie setzen. Die Pfähle, die die Baugrube an den Seiten abstützen, werden nicht in den Boden gerammt, wie es bei Tiefgaragen auf der gründen Wiese üblich ist, Stattdessen werden 15 Meter tiefe Erdlöcher gebohrt und mit Beton ausgegossen. Dadurch worden Erschütterungen der umliegenden wertvollen Altbausubstanz vermieden, erklärt Architekt Uwe Seidel- In unmittelbarer Nähe der Baustelle befindet sich unter anderem die erst im vergangenem Jahr für mehr als 3,1 Millionen Euro fertigsanierte Marienkirche., Interessenten gibt es schon Auch die Grundwasserverhältnisse werden die Garage, die mit ihren 15 Metern bis zur Bodenplatte drei Meter tiefer als ursprünglich geplant ausfällt, nur minimal beinträchtigen, so GEVA-Geschäftsführer Sven Vater, Auf der Bugseite gestautes Grundwasser werde über eine Wärmepumpe auf die Heckseite geleitet und dort wieder in den Boden verpresst. Eine Sonde soll zudem ständig den Grundwasserpegel messen, bei Hochwassergefahr könne man die Garage über Monitore beobachten. Insgesamt werden die Bauherren rund 1,7 Millionen Euro in die Untergrundarbeiten stecken Eine Investition um die Sven Vater allerdings nicht bange ist, Es hätten sich bereits Interessenten für den Betrieb der Tiefgarage bei und gemeldet Pirna werden ein "Vorzeigebeispiel für viele Städte in Deutschland sein, pflichtet Architekt Seidel im bei.